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  • 29 Dez 2019
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    HessenbrückerHammer

Der Schwarzstorch in Laubach

„Da lief heute beim Holzmachen ein großer Vogel mit langem, roten Schnabel und roten Beinen rum“.

Kaum zu glauben, aber wahr. Mitte der 90er Jahre entdeckten Holzwerber das erste Brutpaar des Schwarzstorchs im Kreis Gießen und eines der ersten in Hessen im Laubacher Wald. Seit dem brütet das Paar bzw. seine Nachkommen erfolgreich und es flogen mindestens 45 Jungvögel aus. Seit einigen Jahren gibt es mindestens ein weiteres Brutpaar im Laubacher Raum.

Nahezu ausgestorben, als Nahrungskonkurrent ausgerottet, gab es fast 100 Jahre keine Schwarzstörche mehr in Hessen und weiten Teilen Mitteleuropas. Heute zählen der Vogelsbergkreis und auch der Kreis Gießen zu bedeutenden Brutgebieten dieser Art.

Im Gegensatz zu seinem Vetter, dem Weißstorch, ist der Schwarzstorch ein heimlicher und scheuer Bewohner großer Waldgebiete, der den Menschen eher meidet.

Besondere Aufmerksamkeit genießt der Schwarzstorch im Zusammenhang mit der Planung von Windparks, da er als kollisionsgefährdete Art gilt, die in Rotoren von Windrädern zu Tode kommen kann. Als europaweit besonders geschützte Tierart genießt er besonderen Schutz und kann in Einzelfällen Windparks verhindern.

Es gehört sicherlich zu den besonderen Erlebnissen, einen Schwarzstorch am frühsommerlichen Himmel über Laubach kreisen zu sehen.

 

Eric Fischer