• 29 Dez 2019
    Jahresabschlussfeier 12:00 - 16:00

    HessenbrückerHammer

Im August 2010 konnten wir vom NABU Laubach Arbeitsgemeinschaft Freienseen  den ersten (und bis jetzt einzigen) Storchenmast im Stadtgebiet Laubach errichten.

Aufstellort war das Ufer des Seenbaches, auf Höhe der Einmündung des Gerstbaches, zwischen Freienseen und Seenbrücke.

Für die Aufstellung des Mastes, stellte uns ein Landwirt aus Stockhausen, freundlicherweise,  einen Teil seiner Wiese zur Verfügung.

Nach diversen Vorarbeiten durch Oliver Pabst, insbesondere der Fertigung der Nistplattform mittels wetterbeständigen Bohlen aus sibirischer Lärche und Weidenruten, konnte das "Nest" auf dem durch die OVAG bereitgestellten, 15m langen Holzmast, montiert werden.

Wichtig für die Annahme des  Nestes ist die Anbringung von "Gebrauchsspuren" (Kotspuren), die wir durch aufgespritzte Kalkfarbe simulierten.

Durch Gerät und technisches Know-how  der OVAG, wurde der Mast dann 2m tief in den Erdboden eingelassen.


Weißstörche, die bis vor einigen Jahren in Hessen noch gänzlich verschwunden waren, konnten durch oben beschriebener Nisthilfen und Verbesserung des Lebensraumes, nach und nach wieder in Hessen angesiedelt werden. Vorreiter hierbei waren Gebiete in der Wetterau, der Schwalm und das Staugebiet vor Lich.

Pro Storchenpaar wird mit einem Revier/Nahrungsgebiet von ca. 26 Fußballfeldern gerechnet. Dort sucht Meister Adebar vor allem Mäuse, Heuschrecken, Würmer und Frösche.

In den vergangenen vier Jahren wurden immer wieder einzelne Weißstörche in der Nähe der aufgestellten Nisthilfe beobachtet. Leider blieben eine Ansiedlung und ein Bruterfolg bisher aus.

Durch die 2014/15 erfolgten Renaturierungsmaßnahmen des Seenbaches zwischen Freienseen und Flensungen, wird das Gebiet u. a. für den Weißstorch erheblich aufgewertet, so dass in Zukunft  die Chancen einer Ansiedlung steigen werden.

Wir bedanken uns nochmals bei dem Landwirt aus Stockhausen für das zur Verfügungstellen der Wiese und bei der OVAG für Mast und Aufstellung. Ohne diese wäre das Projekt nicht möglich gewesen!

Oliver Pabst